HIV-Infektion und AIDS

HIV-Infektion
und AIDS

Bereits seit 30 Jahren vertrauen unsere Patient:innen bei infektiologischen Krankheiten wie HIV/AIDS auf die Expertise unserer Fachärzt:innen. Als ein deutschland­weit führendes, bekanntes infektiologisches Zentrum legen wir Wert auf eine Beratung auf Augenhöhe sowie eine sorgfältige Untersuchung und Behandlung, um nachhaltig die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern. Deshalb können sich auch Kolleg:innen aus anderen Praxen bei einem HIV-Verdacht ihrer Patient:innen an uns wenden.

Wir verstehen eine HIV-Infektion als eine behandelbare chronische Infektion mit normaler Lebenserwartung. Nur auf der Basis eines HIV-Tests kann eine positive oder negative Diagnose einer HIV-Infektion erfolgen. Denn Symptome treten nicht zwingend bei den Patient:innen auf. Eine Infektion mit dem HI-Virus kann folglich lange unbemerkt bleiben. Bei wiederkehrenden Risiko für einen Kontakt mit HIV ist es daher besonders sinnvoll, sich regelmäßig testen zu lassen.

Die HIV-Infektion verläuft bei Betroffenen individuell. Männer und Frauen können gleichermaßen betroffen sein. Auch aufgrund der ausgeübten Sexualität (homosexuell, heterosexuell etc.) ergeben sich keine unterschiedlichen Symptome.

HIV- und AIDS-Prophylaxe

Eine Infektion mit HIV ist nicht heilbar. Deshalb legen wir als Zentrum für Infektiologie Wert auf sorgfältige und achtsame Prävention. Dazu beraten wir Sie gerne. Welcher Ansatz für Sie der richtige ist, kommt auf die persönlichen Lebensumstände an.

Präexpositionsprophylaxe (PrEP)

Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, eine HIV-Infektion zu vermeiden. Eine davon ist die Präexpositions­prophylaxe, kurz PrEP. Sie beinhaltet die Einnahme eines systemisch wirksamen antiviralen Medikaments, welches die Virus­vermehrung im Körper unterdrückt und bei HIV-negativen Personen die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion deutlich senkt.

Hierzu gehören unter anderem Männer, die Sex mit Männern haben und Transgender­personen. Vor allem der kondomlose Analverkehr stellt das größte Risiko für eine HIV-Übertragung dar. Ebenfalls zu den Risiken können auch Partnerschaften zählen, in denen eine Person HIV-positiv ist (sogenannte serodiskordante Partnerschaften), jedoch noch keine oder noch nicht ausreichend lange eine Therapie einnimmt. Hier kann für die HIV-negative Person die PrEP eine Option zum Schutz sein.

Das Zentrum für Infektiologie bietet prinzipiell jeder Person, die das Gefühl hat, einem HIV-Risiko ausgesetzt zu sein, ein ärztliches Aufklärungsgespräch zur Präexpositions­prophlyaxe (PrEP) an. Und wir beraten zur Prophylaxe weiterer sexuell übertragbarer Infektionen durch Impfungen wie etwa Hepatitis A oder B.

Wir beraten Sie gerne zu Ihren Einnahme­möglichkeiten und den etwaigen Nebenwirkungen. Nach dem Vorstellungs­gespräch erfolgt die Einleitung der PrEP. Im Verlauf sind regelmäßige Kontrollen der Laborwerte und die Untersuchung auf sexuell übertragbaren Erkrankungen empfohlen.

Zentrum Infektiologie Medikamente Pille

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um PrEP zu erhalten?

Vor Beginn der PrEP klären unsere Ärzt:innen über ein mögliches HIV-Risiko auf und überprüfen, ob bereits eine HIV-Infektion oder andere sexuell-übertragbare Krankheiten bestehen oder Impflücken vorliegen.

Ist PrEP beim Zentrum für Infektiologie eine Kassenleistung?

Seit September 2019 wird für unsere Patient:innen PrEP von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Besteht die Gefahr, dass Sie Kontakt mit dem HI-Virus hatten, kann eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) helfen, dass die Viren sich im Körper verbreiten können. Stellen Sie sich nach Ihrem Risikokontakt umgehend ärztlich vor. Ein persönliches Gespräch mit unseren HIV-Expert:innen liefert Aufschluss, ob Ihr Anliegen für oder gegen eine PEP-Einnahme spricht.

Bei PEP nehmen Betroffene über einen Zeitraum von vier Wochen HIV-Medikamente zu sich. Diese HIV-Behandlung muss möglichst schnell beginnen. Leitlinien empfehlen einen Beginn so früh wie möglich innerhalb von 24 Stunden.

HIV-Test

HIV-Test

Die einzige Möglichkeit eine bestehende HIV-Infektion auszuschließen, ist ein HIV-Test. Bei positivem Testergebnis ist es ratsam, direkt eine HIV-Behandlung zu beginnen. Dadurch kann trotz chronischer Infektion eine normale Lebenserwartung ermöglicht werden.

Im Zentrum für Infektiologie führen wir HIV-Suchtests durch. Dazu entnehmen wir eine Blutprobe, die wir im Labor auf Antikörper untersuchen. Ist das Screening positiv, werden weitere Bestätigungstests durchgeführt und es kann eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

HIV-Schnelltests werden in unserer Praxis nicht angeboten. Bitte nehmen Sie unbedingt Kontakt zu uns auf, falls Ihr Selbsttest zuhause ein positives Testergebnis anzeigt.

Wann sollte ich mich auf eine HIV-Infektion testen lassen?

Sie sollten sich auf HI-Viren testen lassen, wenn

  • das Risiko besteht, dass Sie sich mit HIV angesteckt haben (z. B. ungeschützter Geschlechtsverkehr mit
    HIV-positiven Partner:innen).
  • Sie männlich sind und regelmäßigen Geschlechtsverkehr mit Männern haben. Die Deutsche Aidshilfe empfiehlt einen jährlichen Test.
  • Sie schwanger sind und das Risiko einer HIV-Infektion besteht.
  • Sie Drogen mit identischen Nadeln wie andere konsumieren.
  • Sie PrEP nehmen oder Sie mit PrEP beginnen möchten.

HIV- und AIDS-Behandlung

HIV- und AIDS-Behandlung

Bei einer HIV-Infektion gibt es für jedes Stadium einen Therapieansatz. Sobald die Diagnose „HIV-positiv“ gestellt ist, erhalten unsere Patient:innen ein passendes Therapieangebot, sodass umgehend mit der HIV-Behandlung begonnen werden kann.

Grundsätzlich wird HIV/AIDS mit mehreren Substanzen behandelt. Häufig fällt in diesem Zusammenhang der Name „Dreifachtherapie“. Bei dieser Therapieform nehmen Patient:innen einmal täglich eine Tablette ein, die bereits drei unterschiedliche Wirkstoffe enthält. PrEP-Medikamente kombinieren beispielsweise nur zwei Wirkstoffe.

HIV-Therapie

Bei HIV-positiven Patient:innen besteht die Möglichkeit eine HIV-Therapie durchzuführen. In der Regel nehmen Menschen mit HIV täglich eine Tablette ein, um die Vermehrung des HI-Virus im Körper zu unterdrücken. Dadurch stabilisiert sich das Immunsystem und HIV ist im Blut nicht mehr nachweisbar. Allerdings dauert die Behandlung von HIV ein Leben lang an, da eine HIV-Heilung nach jetzigem medizinischen Stand nicht möglich ist.

Das Zentrum für Infektiologie stimmt die Behandlung auf Ihre individuelle Lebenssituation ab. Unsere Ärzt:innen begleiten Ihre HIV-Therapie mit wachsamen Auge. So stellen wir ein effektives, bestmögliches Therapie­angebot sicher.

Wie verträglich sind die HIV-Medikamente?

Die aktuellen HIV-Medikamente sind gut verträglich. Sollten Unverträglichkeiten auftreten, gibt es eine große Zahl an Alternativen. Unsere Ärzt:innen beobachten die Einnahme der Medikamente engmaschig. Nach Einleitung der Therapie erfolgen regelmäßige Kontrollen zur Verträglichkeit.

HIV/AIDS bei Frauen

HIV/AIDS bei Frauen

HIV bzw. AIDS ist keine reine Männersache, sondern kann jeden Menschen betreffen, eben auch Frauen. Eine HIV-Infektion bleibt bei Frauen allerdings öfter unentdeckt, da sich Frauen z. B. im Gegensatz zu Männern, die in homosexuellen Partnerschaften leben, nicht regelmäßig auf Geschlechts­krankheiten testen lassen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht allerdings davon aus, dass nur etwa 20 Prozent der HIV-Positiven in Deutschland weiblich sind. Der Anteil der betroffenen Frauen unterscheidet sich weltweit stark. Insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent muss von einer höheren Ansteckungsquote bei Frauen ausgegangen werden. Ursache dafür ist im Wesentlichen eine unzureichende Gesundheitsversorgung und -vorsorge.

Auch bei den Ansteckungswegen lassen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen. So stecken sich in Deutschland Frauen weniger durch ungeschützten Geschlechtsverkehr als vielmehr durch den Konsum intravenös verabreichter Drogen an.

Eine besondere Herausforderung bedeutet die HIV-Infektion für Frauen in gebärfähigem Alter, denn sie benötigen eine speziell angepasste Medikation. Zur bestmöglichen Versorgung unserer HIV-positiven Patientinnen in der Schwangerschaft arbeiten wir eng mit der Charité Berlin zusammen.

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